Grußwort Minister Peter Hauk MdL

Sehr geehrte Damen und Herren,

so vielseitig wie das Land, präsentiert sich auch der ökologische Landbau und mit ihm unsere Bio-Musterregionen in Baden-Württemberg. Von der extensiven Weidehaltung, muttergebundener Kälberaufzucht, über Sonderkulturen und Ackerbau bis zum Weinbau und Streuobst - viele Themen sind hier vertreten.
Die Zahl der Biobetriebe wächst im Land seit Jahren kontinuierlich. Mittlerweile ist mehr als jeder zehnte landwirtschaftliche Betrieb im Land ein Biobetrieb. Im deutschlandweiten Vergleich liegen wir sowohl bei der Fläche als auch bei den Betriebszahlen im Spitzenfeld.

Auch bei Betrieben der Verarbeitung und Vermarktung von Bio-Produkten ist Baden-Württemberg gut aufgestellt. Von Brot über Käse und Wurst, Saft, Wein und Bier oder auch Tofu, Pestos, Öle und Tomatensoßen – zahlreiche und vielfälige Produkte können in Öko-Qualität in Baden-Württemberg hergestellt und angeboten werden. Mit unseren Qualitätsprogrammen möchten wir die Herkunft der Produkte aus Baden-Württemberg transparent kommunizieren. Das Biozeichen Baden-Württemberg (BioZBW) ermöglicht es den Verbraucherinnen und Verbrauchern regionale Bioprodukte im Lebensmitteleinzelhandel leichter zu erkennen.

Die Nachfrage nach regionalen Biolebensmitteln und das Bewusstsein für eine gesunde Ernährung steigen kontinuierlich. Globale Herausforderungen wie der Klimawandel, der Umweltschutz und der Erhalt der Biodiversität rücken immer mehr in den Mittelpunkt des gesellschaftlichen Bewusstseins. Diese Entwicklungen bieten viele Potenziale sowohl für die Regionalität, als auch für die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft.

Diese Potenziale möchten wir als Landesregierung so ausgeschöpft wissen, dass dies tatsächlich auch den Unternehmen, den Verbraucherinnen und Verbrauchern hier im Land und unserer Umwelt zu Gute kommt. Entsprechend der Eckpunkte zum Volksbegehren proBiene ist der Ausbau der ökologischen Landwirtschaft in Baden-Württemberg auf 30 bis 40% bis zum Jahr 2030 ein Ziel der Landesregierung. Dies wird mit einem markt- und nachfrageorientierten Ansatz angestrebt.

Was wir brauchen um den ökologischen Landbau zu stärken und auszubauen, sind geeignete Strukturen in der Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung von regionalen Bio-Produkten. Und es braucht Menschen, die diese Strukturen gemeinsam schaffen und die mit dem Öko-Sektor verbundenen Potenziale so ausschöpfen.

Mit Kommunikation für Lösungen bringt das Regionalmanagement in den Bio-Musterregionen diese Menschen zusammen und leistet damit wichtige Beiträge für den ökologischen Landbau im Land. Gemeinsam werden so Ideen für regionale Wertschöpfungsketten entwickelt und gute Beispiele für das ganze Land generiert.

 

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